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Anwendungsfall

Personalmanagement in ClickUp: Prozesse statt Aktenordner

Vom Bedarf über die Einstellung bis zum Austritt laufen in der Personalarbeit immer dieselben Abläufe, meist über E-Mail und Excel. Wir bilden die organisatorische Seite in ClickUp ab, sauber getrennt von der Personalakte.

Zwei Personen geben sich in einem Büro die Hand

Bild: Cytonn Photography auf Unsplash

Ausgangslage

Personalarbeit ist Prozessarbeit, wird aber wie Ablage behandelt.

Eine Einstellung besteht aus 20 bis 30 Schritten über mehrere Abteilungen: Bedarfsmeldung, Freigabe, Ausschreibung, Sichtung, Gespräche, Zusage, Vertrag, Arbeitsplatz, Zugänge, Einarbeitung. Jeder Schritt hat einen Verantwortlichen und eine Frist.

In den meisten Unternehmen existiert dieser Ablauf als Wissen, nicht als System. Das funktioniert, solange dieselbe Person es macht. Bei Urlaub, Krankheit oder Wechsel bricht es weg.

Zugänge fehlen am ersten Tag
Die neue Kollegin sitzt da, aber Laptop, E-Mail und Schlüssel sind nicht bestellt worden.
Kein Überblick über offene Stellen
Wie viele Positionen in welchem Stand sind, muss aus mehreren Postfächern zusammengetragen werden.
Fristen laufen ab
Probezeitgespräche, Befristungen und Qualifizierungsnachweise werden übersehen, weil sie nur im Kalender einer Person stehen.

Aufbau in ClickUp

Ein Vorgang je Position, ein Vorgang je Mitarbeitendem-Prozess

Wir trennen zwei Dinge: die Besetzung einer Stelle und die wiederkehrenden Prozesse rund um bestehende Beschäftigungsverhältnisse.

Struktur

Ein eigener Space für Personal, mit strengem Rechtekonzept. Nur Personalverantwortliche haben Zugriff.

  • Liste Stellenbesetzung, ein Vorgang je offener Position
  • Liste Mitarbeitendenprozesse für Ein- und Austritte
  • Liste Fristen und Wiedervorlagen

Statuslogik für Besetzungen

Der Status bildet den Besetzungsstand ab, nicht den Bearbeitungsstand.

  • Bedarf gemeldet, freigegeben, ausgeschrieben, in Auswahl, Zusage, besetzt
  • Ein Status für zurückgestellte Bedarfe
  • Absagegründe als Pflichtfeld beim Schließen

Onboarding als Vorlage

Eine Zusage erzeugt automatisch alle Aufgaben für den Eintritt, mit Fristen relativ zum ersten Arbeitstag.

  • IT bestellt Ausstattung, Frist minus 10 Tage
  • Zugänge einrichten, Frist minus 2 Tage
  • Einarbeitungsplan, Frist erster Tag
  • Probezeitgespräch, Frist plus 5 Monate

Datenschutz von Anfang an

Personaldaten sind besonders schutzwürdig. Wir konfigurieren datensparsam.

  • Keine Gesundheitsdaten und keine vollständigen Personalakten in ClickUp
  • Zugriff strikt auf Personalverantwortliche begrenzt
  • Bewerbungsunterlagen bleiben im Bewerbungssystem

Aus der Praxis: Personaldaten gehören zu den heikelsten Daten im Unternehmen. Wir bilden bewusst nur Prozesse ab, keine Akten. Wer weiter gehen will, sollte das mit der Datenschutzbeauftragten und dem Betriebsrat klären, bevor gebaut wird.

Auf einen Blick

Personalmanagement in ClickUp

Dürfen Personaldaten in ClickUp?
Prozessdaten wie offene Stellen, Fristen und Aufgaben ja. Personalakten, Gesundheitsdaten und Bewerbungsunterlagen raten wir davon ab. Die Bewertung im Einzelfall gehört zur Datenschutzbeauftragten und gegebenenfalls zum Betriebsrat.
Ersetzt das ein HR-System?
Nein. Lohnabrechnung, Zeitwirtschaft und Personalakte bleiben in der Fachsoftware. ClickUp bildet die Prozesse ab, die dort fehlen oder zu starr sind.
Wie lange dauert die Einrichtung?
Für Onboarding und Stellenbesetzung rechnen wir 2 bis 4 Wochen.
Was kostet das?
Eine Implementierung startet bei 3.000 EUR netto. Ein einzelner Prozess wie das Onboarding lässt sich auch über die Workflow-Optimierung ab 1.500 EUR umsetzen.
Muss der Betriebsrat beteiligt werden?
Sobald ein System geeignet ist, Verhalten oder Leistung zu überwachen, greift die Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Beziehen Sie den Betriebsrat früh ein, das erspart Nacharbeit.

Häufige Fragen

Fragen zu Personalmanagement

Unsere Personalabteilung ist eine Person. Lohnt sich das?

Gerade dann. Wenn das gesamte Wissen bei einer Person liegt, ist die Vertretung das eigentliche Risiko. Ein dokumentierter Prozess ist die günstigste Absicherung, die es gibt.

Wie verhindern wir, dass Kollegen Personaldaten sehen?

Über einen eigenen Space mit eingeschränktem Zugriff. In ClickUp lassen sich Bereiche vollständig ausblenden, sodass sie für andere nicht existieren. Das ist Teil jeder Implementierung im Personalbereich.

Können Führungskräfte Bedarfe selbst melden?

Ja, über ein Formular. Aus jeder Meldung entsteht ein Vorgang, der zur Freigabe geht. Die Führungskraft sieht den Stand ihrer eigenen Meldung, nicht die der anderen.

Was ist mit Bewerbungsunterlagen?

Die bleiben im Bewerbungssystem oder im geschützten Ablagebereich. In ClickUp führen wir nur den Prozessstand, nicht die Unterlagen. Das reduziert das Risiko erheblich.

Personalprozesse, die auch ohne Sie laufen

Im kostenfreien Erstgespräch schauen wir uns an, welcher Personalprozess bei Ihnen am meisten Reibung erzeugt.